© liegt bei Selina Kröger

und


Petra Zeugner-Schünke

Aufgabe: Songfition zum Lied:

Adel Tawil – Lieder

Songtext:

Ich ging wie ein Ägypter
hab' mit Tauben geweint
war ein Voodoo-Kind
wie ein rollender Stein

Im Dornenwald sang Maria für mich
Ich starb in deinen Armen, Bochum '84

Ich ließ die Sonne nie untergehen
in meiner wundervollen Welt

Und ich singe diese Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt mich nich' allein

Ich war willkommen im Dschungel
Und fremd im eigenen Land
Mein persönlicher Jesus
und im Gehirn total krank
Und ich frage mich, wann
Werd' ich, werd' ich berühmt sein
So wie Rio, mein König für die Ewigkeit

Ich war am Ende der Straße angelangt
war ein Verlierer, Baby, doch dann
Hielt ich ein Cover in der Hand
darauf ein Mensch, der in Flammen stand
Kurt Cobain sagte mir, ich soll kommen wie ich bin

Und ich singe diese Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt mich nich' allein

Ich war einer von fünf Jungs
"One Minute" aus, dann war's vorbei
Ich sang nur noch für mich, für ne unendlich lange Zeit
Und dann traf ich auf sie
Und sie erinnerte mich
Wir waren Welten entfernt
Und doch vom selbem Stern

Ich ging wie ein Ägypter
hab' mit Tauben geweint
war ein Voodoo-Kind
wie ein rollender Stein

Ich ließ die Sonne nie untergehen
in meiner wundervollen Welt

Und jetzt singe ich meine Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt uns nich' allein

Denn wir singen diese Lieder
Tanzen mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag ein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und wir stehen im lila Regen
Wir wollen Feuerstarter sein
Whitney wird uns immer lieben
Und Michael lässt uns nich' allein

 



Nr. 1

Wer bin ich?



An dieser Stelle, möchte ich einen besonderen Künstler hervorheben, der mir in den letzten Jahren besonders aufgefallen ist. Seine Erfolge sprechen für sich und deshalb möchte ich auch gar nicht lange ausschweifen und bedanke mich schon mal im Vorfeld für dieses Interview. Bitte lassen Sie unsere Leser doch ein wenig an Ihrem Leben und Ihrer Musik teilhaben, zum Ende stellen wir dann noch Ihr neuestes Lied mit dem Titel „Lieder“ vor.

„Danke Maurice das mache ich natürlich gern, aber wo könnte ich anfangen? Schon in meiner Kindheit war ich ein absoluter Musiknarr, nicht nur, dass ich alles sammelte was ich in die Finger bekam, nein ich spielte auch selbst und hatte immer den Gedanken irgendwann mal groß raus zu kommen. In der Schule lernte ich alles, was ich konnte bis ich am Ende mehrere Instrumente beherrschte und  auch gesanglich nicht so schlecht da stand. Die Musik war einfach mein Leben.

Nachdem ich von der Schule abgegangen war, fing ich mein Musikstudium an und nahm alles Neue in mich auf, gleichzeitig gründete ich eine Band mit dem Namen „One Minute“. Da war ich einer von fünf Jungs doch wie der Name der Band schon vorhersagte, war bildlich gesehen alles nach "One Minute" wieder aus. Dann war's vorbei und ich sang nur noch für mich, für ne unendlich lange Zeit. Nur das Studium hielt mich bei meinem Traum und ich machte weiter Musik auch wenn es niemand hören konnte.

Irgendwann '''aber traf ich auf sie und sie erinnerte mich '''daran, dass Musik eine „Art“ zu leben ist und nicht nur hier und da ein Teil sein kann. Sie half mir wieder auf die Beine und fing an mit mir Lieder zu produzieren. '''Wir waren Welten entfernt und doch vom selbe Stern '''und so gelang uns ein Hit nach dem anderen. Die Menschen liebten uns und unsere Lieder.

 
'''Und heute singe ich diese Lieder tanz' mit Tränen in den Augen''' weil ich weiß dass irgendwo in der Menge, Menschen sind die genauso ein Leben führen, wie ich es einst tat und die in mir das sehen, was ich vor vielen Jahren in so vielen anderen Musikern sah.

Ich sammelte alles, ob '''Bowie, Rolling Stones, Michel Jackson oder Whitney Houston.''' Sie alle waren Teil meines Lebens, wie viele andere auch und so schrieb ich ein besonderes Lied. Ihnen zu ehren. Ein Lied, das die mir wichtigsten Menschen ehrte. Die die mich zur Musik gebracht haben. Dank ihnen, kann ich heute meinen Traum leben. Dank ihnen fand ich meine eigene Musik, meinen eigenen Stil und verkaufte Millionen von Platten. Dieses Lied nannte ich „Lieder“, weil es all die Lieder aufzählt, die mich in meinen Jahren begleitet haben. Ich bin mit ihnen groß geworden und möchte mich auf diesem Wege, bei all diesen Menschen und ihren Liedern bedanken.“


Lieder

Ich ging wie ein Ägypter
hab' mit Tauben geweint
war ein Voodoo-Kind
wie ein rollender Stein

Im Dornenwald sang Maria für mich
Ich starb in deinen Armen, Bochum '84

Ich ließ die Sonne nie untergehen
in meiner wundervollen Welt

Und ich singe diese Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt mich nich' allein

Ich war willkommen im Dschungel
Und fremd im eigenen Land
Mein persönlicher Jesus
und im Gehirn total krank
Und ich frage mich, wann
Werd' ich, werd' ich berühmt sein
So wie Rio, mein König für die Ewigkeit

Ich war am Ende der Straße angelangt
war ein Verlierer, Baby, doch dann
Hielt ich ein Cover in der Hand
darauf ein Mensch, der in Flammen stand
Kurt Cobain sagte mir, ich soll kommen wie ich bin

Und ich singe diese Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt mich nich' allein

Ich war einer von fünf Jungs
"One Minute" aus, dann war's vorbei
Ich sang nur noch für mich, für ne unendlich lange Zeit
Und dann traf ich auf sie
Und sie erinnerte mich
Wir waren Welten entfernt
Und doch vom selbem Stern

Ich ging wie ein Ägypter
hab' mit Tauben geweint
war ein Voodoo-Kind
wie ein rollender Stein

Ich ließ die Sonne nie untergehen
in meiner wundervollen Welt

Und jetzt singe ich meine Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt uns nich' allein

Denn wir singen diese Lieder
Tanzen mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag ein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und wir stehen im lila Regen
Wir wollen Feuerstarter sein
Whitney wird uns immer lieben
Und Michael lässt uns nich' allein'''



„Wie man also sehen kann, sind es die kleinen Dinge, die einem hängen bleiben. Ich möchte mir nicht anmaßen, dass ich auf einer Stufe zu stellen sei wie Michael Jackson, aber dennoch gibt es auch Menschen da draußen, die aus meinen Zeilen Trost und Hoffnung schöpfen, so wie ich es einst bei ihm tat.

Wenn ich mir überlege was ich den Lesern an dieser Stelle Sinnvolles mit auf dem Weg geben kann, dann doch nur eines:

Haltet an euren Träumen fest und arbeitet für die Dinge, die euch am Herzen liegen. Ihr selbst seid es, die euer Leben bestimmen. Gebt nicht einfach bei der nächstbesten Kleinigkeit auf, sondern kämpft um die Dinge die euch wichtig sind und euch ausmachen. Mit diesen Worten schließe ich das Interview, bedanke mich nochmals für die Einladung und hoffe dies war in Ihrem Sinne.“
 
Dies war also das Interview mit einem der derzeit angesagtesten Musikern unserer Zeitgeschichte.  Habt ihr ihn erkannt? Wenn nicht, kommt die Auflösung wie immer in unserer nächsten Ausgabe. Verpasst es also nicht, wenn es wieder heißt: „Wer bin ich?“ 

Euer Maurice Van Nielsen
(Reporter der Musikzeitschrift  O-Ton)


Nr. 2


Lila Regen


Ben war 2 Stunden alt, als alles begann. Geboren von einer drogenabhängigen Mutter,
machte er schon einen Entzug durch. Nach 8 Wochen Dauerschreien vor Schmerz, war er
soweit clean, dass er einem Heim übergeben werden konnte, weil seine Mutter nicht in
der Lage war sich um ihn zu kümmern. Als Ben 3 Jahre alt wurde, fand er einen Platz in
einer Pflegefamilie, wo er als eines von 5 Kindern liebevoll umsorgt wurde.
Zu seinem 4. Geburtstag bekam er ein Fahrrad, zwar abgelegt von einem älteren
Pflegebruder, aber sein ganzes Herz hing an diesem blau/silbernen Gefährt. Die erste Zeit
übte er fleißig mit Stützrädern, doch die konnten bald wieder abmontiert werden. Damit
er es immer widererkennen würde, klebte er einen kleinen blauen Glitzerstern unter den
Sattel. Er fuhr oft stundenlang die Strasse rauf und runter und stellte sich vor sein Fahrrad
wäre ein Feuerstuhl.
Als er in die Schule kam, lernte er Mark kennen und sie wurden die besten Freunde.
Sie entdeckten, dass sie mit ihrer Liebe zur Musik etwas gemeinsam hatten, sparten
eisern ihr weniges Taschengeld und kauften sich die neuesten CD`s, die sie dann
untereinander austauschten um sie zu hören. Ihre Idole waren Whitney, Michael und Kurt.
Oft tanzte Ben nur für sich allein und träumte sich seine Zukunft in den schönsten
Farben.
An einem verregneten Tag kam er etwas früher aus der Schule und es waren fremde
Leute und die nette Frau von der Fürsorge im Haus. Sie erklärten ihm, dass er ab jetzt
bei seiner leiblichen Mutter und ihrem Mann leben würde. Seine Sachen waren bereits
gepackt und die Fremde, die seine Mutter war, forderte ihn auf mitzukommen. Er konnte
sich von seinen Pflegegeschwistern nicht verabschieden, weil sie noch in der Schule waren
und seine Pflegemutter saß weinend am Esszimmertisch. Sein Pflegevater war noch auf
der Arbeit. Ben sah sein Fahrrad an der Hauswand lehnen, als sie zum Auto gingen, und
wollte es holen, doch seine Mutter hielt ihn fest und meinte sie holen es später, jetzt sei
keine Zeit. Sie bugsierte ihn ins Auto und sein Stiefvater fuhr in hohem Tempo davon.
Seine Pflegemutter lief auf die Strasse und sah ihnen noch lange nach.

Ich ging wie ein Ägypter
hab' mit Tauben geweint
war ein Voodoo-Kind
wie ein rollender Stein

Sein neues Zuhause lag am anderen Ende der Stadt und in dem Augenblick als er es betrat
wusste er, dass seine Vergangenheit schon ganz weit weg war.
Innerhalb einer Minute hatte sich sein ganzes Leben verändert. Nichts war mehr wie es
war und würde auch nie wieder so sein.

Ich war einer von fünf Jungs
"One Minute" aus, dann war's vorbei
Ich sang nur noch für mich,
für ne unendlich lange Zeit
Und dann traf ich auf sie
Und sie erinnerte mich
Wir waren Welten entfernt
Und doch vom selben Stern

Er bekam ein Zimmer für sich allein, vollgestopft mit allem möglichen Spielzeug und
anderem Kleinkinderkram mit dem er nichts anfangen konnte. Er stopfte alles in den
Bettkasten, damit er Platz für seine eigenen Habseligkeiten hatte.
Ben war froh, dass er die Schule nicht wechseln musste, auch wenn der Weg jetzt 3x so
weit war, aber so sah er seinen besten Freund jeden Tag in der Schule und nach
Schulschluss verbrachten sie oft den Nachmittag zusammen und hörten mit ihrem
Discman die neuesten Songs ihrer Lieblingssänger. Sein Fahrrad hat er nie bekommen,
dafür lernte er allein mit Bus und Bahn zu fahren. Ben war ein stilles Kind und hing oft
einfach nur seinen Gedanken nach. Seine Eltern ließen ihn gewähren und stellten
nach einiger Zeit keine Fragen mehr, denn sie bekamen nur unzureichende Antworten.
So vergingen die Jahre und Ben hatte nichts ausser seinem Freund und die Musik. Seine
Mutter und auch sein Stiefvater rutschten wieder in die Drogenszene ab und kümmerten
sich nun gar nicht mehr um Ben.
In der Schule wurde er immer schlechter und als er die letzte Klasse
wiederholen sollte brach er die Schule ab und jobbte, damit er Geld für Essen und CD`s
hatte. Doch es reichte nie und so traf er auf die falschen Leute und lies sich in allerlei
illegale Machenschaften ein. Er flüchtete sich in seine Träume und probierte von den
Drogen die er für seine falschen Freunde verkaufte. Seine Welt im Rausch war freundlich,
bunt und warm.

Ich ließ die Sonne nie untergehen
in meiner wundervollen Welt

Mark blieb immer an seiner Seite und sein Konsum beschränkte sich auf sogenannte
weiche Drogen. Er behielt weitgehend einen gewissen Überblick und konnte seinen besten
Freund immer vor dem Schlimmsten bewahren. Er schaffte es sogar, dass die Dealer ihn
gehen ließen. Ben und Mark redeten oft miteinander und Ben erzählte von seiner
Pflegefamilie und von seinem Fahrrad, mit dem er, wenn er groß sei, einmal um die Welt
fahren wollte, und mit seinen Idolen singen und tanzen. Er warf sich ne Pille ein, stand
auf, drehte sich im Kreis und sang:

Und ich singe diese Lieder
Tanz' mit Tränen in den Augen
Bowie war für'n Tag mein Held
Und EMF kann es nich' glauben
Und ich steh' im lila Regen
Ich will ein Feuerstarter sein
Whitney wird mich immer lieben
Und Michael lässt mich nich' allein

Ben war mal wieder in seinen Rausch eingetaucht und Mark wusste, dass es zwecklos war
zu bleiben. Er hatte keinen Zugang zu Bens Welt und er lies ihn allein.
Einige Wochen später, an einem eiskalten Wintermorgen fand Mark seinen Freund in dem
alten Abrisshaus, wo sie sich oft zum Musikhören getroffen haben. Ben war vollgepumpt
mit Drogen und ist im Schlaf erfroren. Ein seliges Lächeln lag noch immer auf seinem
Gesicht.

Ich war am Ende der Straße angelangt
war ein Verlierer, Baby, doch dann
Hielt ich ein Cover in der Hand
darauf ein Mensch, der in Flammen stand
Kurt Cobain sagte mir,
ich soll kommen wie ich bin

Mark schlug hart auf dem Boden der Realität auf und hat sich noch nie in seinem Leben so
elend und einsam gefühlt.
Nach der Beerdigung seines besten Freundes krempelte Mark sein Leben total um. Er
machte einen Entzug, ging in eine Selbsthilfegruppe und fand einen Job auf einem
Schrottplatz. Die Arbeit war hart, aber Mark glaubte sich selbst bestrafen zu müssen,
weil er nicht genug auf Ben aufgepasst hatte.
An einem heißen Sommertag kam eine neue Ladung Altmetall rein und Mark sollte alles
sortieren, als plötzlich etwas in der Sonne aufblitzte. Da lag unter all dem Schrott ein
verrostetes Kinderfahrrad . Die Farbe konnte man so gerade noch erkennen – blau/silber
und unter dem zerfransten Sattel klebte ein kleiner blauer Glitzerstern.
Einige Jahre später gründete Mark einen Fond für Kinder drogenabhängiger Eltern. Es ist
ein Andenken an seinen besten Freund Ben und damit Kinderträume nicht sterben..


Aufgabe 2: Karte zur Geschichte.

 

 

Karte Nr. 1


Karte Nr. 2

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