Judith Envy

 

Man könnte sagen Judith war schon immer eine Schönheit gewesen, jedoch und das merke man immer mehr, war sie nicht nur ein hübsches Püppchen, sondern hatte zu ihrem Aussehen auch noch ein riesiges Talent. In den frühen Jahren der Theaterbranche, wurde sie als Fechttalent entdeckt und spielte kurz darauf die Hauptrolle in dem neuen Theaterstück, das kurzfristig in ihrer Heimatstadt Paris angesetzt wurde, ganz zu Ehren von Meridith Gentry und ihrem Gatten, die noch immer ihren Sitz in Paris beibehielten. Meridith liebte das Theater und wollte es sich auch nicht entgehen lassen die Uraufführung anzusehen. Schon am ersten Abend saß sie in der ersten Reihe um sich das Schauspiel anzusehen. Als Judith die Bühne betrat, war klar, das ist das Kind das Meridith sich immer gewünscht hatte. „Das ist sie, die die ich für würdig erachte, mein Blut in sich zu tragen… Eine wahre Gentry…“

 

Nachdem die Vorstellung zu Ende war, suchte Meridith, Judith in ihrem Zimmer auf, jedoch war sie zuerst nur als stiller Beobachter im Raum. Judith saß vor ihrer Sitzkommode und schaute traurig in ihren Spiegel, als sie plötzlich die Stille des Raumes brach:

 

„Es muss doch noch etwas anderes geben in dieser Welt, das alles kann es nicht gewesen sein. Ich spüre eine Bestimmung, dass ich zu etwas berufen bin und nicht meine Zeit mit so belanglosem vertun sollte. Nur wie? Seit Jahren nun, warte ich auf die Erlösung, die mir die Frau in meinem Traum versprach, doch wo bleibt sie nur?“

 

Meridith überlegte kurz, könnte Judith wohl sie gemeint haben? Und mit diesem Gedanken trat sie aus dem Zwielicht. „Du willst Erlösung? Ich kann sie dir geben. Wenn du das wirklich willst.“ Jeder andere hätte sich wahrscheinlich erschrocken, aber nicht Judith, sie hatte Gerüchte gehört, von Wesen der Nacht, Wesen, die nicht menschlich waren, in ihrem Spiegel sah sie natürlich nichts, also drehte sie sich um und sah Meridith, die Frau aus ihrem Traum.

 

„Wenn du es kannst, so tu es.“ „Willst du wirklich ewiges Leben? Kräfte die du nicht mal erahnen kannst und ein Leben in Freiheit? Dann komm mit mir.“ Judith stand auf und ging auf Meridith zu „Ich begleite dich.“

 

Doch sollte sich herausstellen, das Meridith sich getäuscht hatte, Judith war nicht so, wie sie zu sein schien, sie hatte bereits Kräfte. Kräfte, von denen nicht mal Meridith wusste, dass Menschen sie haben konnten und so kam es dass Judith, sie im Raum gespürt hatte, es gab keinen Traum, jedoch wartete sie auf jemanden, der sie aus dem Menschenleben riss und zu dem machte, was sie sein wollte. Ein Jäger der Nacht. Sie musste ihrem Schicksal folgen, alles lernen, was Meridith ihr beibringen konnte und sich dann auf den Weg begeben, der ihr vorherbestimmt war. Irgendwann verschwand sie dann und das einzige was man noch hörte, waren Geschichten von einem Wesen, das Menschen zu manipulieren wusste, dessen unbeschreibliche Schönheit, sie fesselten….

 

Envy war geboren…

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